Logic Pro 13 teilt Drums in Kick, Snare und Hi-Hat auf
Apple hat Logic Pro 13 für den Mac veröffentlicht: mit einem Stem Splitter, der Drums aufteilt, einem neuen Browser und dem iPad als Controller.

Stem Separation ist in wenigen Jahren vom Gimmick zum Standardbestandteil der DAW geworden. Cubase 16 teilt Aufnahmen in sechs Stems, Pro Tools 2026.11 macht dasselbe, und Logic Pro konnte es schon. Mit Version 13.0 geht Apple eine Ebene tiefer: Auch die Drum-Stem zerfällt jetzt in ihre Einzelteile.
Apple hat Logic Pro 13.0 am 5. November 2026 für den Mac veröffentlicht. Es ist der Nachfolger von Logic Pro 12 und ein kostenloses Update für Besitzer der Kaufversion sowie für Abonnenten von Apple Creator Studio.
Drums getrennt, Browser schlauer
Der Stem Splitter holt Drums, Bass, Vocals, Gitarre, Piano und übrige Instrumente aus einer Aufnahme. Neu ist, dass die Drums anschließend in Kick, Snare, Hi-Hat, Toms, Cymbals und übrige Percussion aufgeteilt werden. Praktisch, wenn du eine alte Stereodemo aufmotzen willst oder nur die Snare aus einem Loop brauchst. Eine nachträgliche Trennung bleibt allerdings eine Schätzung: Wie sauber sich die Hi-Hat von der Snare löst, hängt von der Aufnahme ab.
Der neue Browser vereint Sound Library, Loops, One-Shots, Patches und Plugin-Presets an einem Ort. Deine eigenen Samples werden automatisch getaggt, und du suchst in normaler Sprache, zum Beispiel nach “lo-fi kick”. Das ist eine echte Verbesserung gegenüber der getrennten Library und den Loops. Das neue Liquid-Glass-Design mit dunklen, durchsichtigen Fenstern wirkt ebenfalls aufgeräumter, auch wenn manche Instrumentenfenster noch dem alten Look ähneln.
Play Surface gibt dir ein Fenster mit Drum- und Akkordpads, einer Tastatur mit Velocity und polyfonem Pitch Glide sowie Note Repeat. Über Sidecar wird ein iPad zum Multitouch-Controller: Du triggerst Zellen in Live Loops, füllst den Step Sequencer und bedienst mehrere Mixerkanäle gleichzeitig. Das ging mit der Maus nie. Dafür brauchst du allerdings ein iPad.

Der Assistant kostet extra
Der Intelligent Assistant (Beta) versteht Befehle wie “pan die Rhythmusgitarre halb nach links” oder “setz einen Kompressor auf den Gesang”. Er funktioniert nur mit einem Creator-Studio-Abo, einem Mac mit Apple Silicon und macOS 27 oder neuer. Apple unterstützt vorerst nur Englisch und nennt mögliche Nutzungslimits. Projekte und Prompts werden laut Apple nie zum Training von Modellen verwendet.
Die Kaufversion bekommt den Assistant also nicht. Einen Europreis für diese Version gibt es noch nicht; in den USA kostet sie 199,99 Dollar. Wer Logic schon hat, bekommt den Rest des Updates ohne Aufpreis, und darin steckt die meiste Arbeit.
Wenn Cubase und Pro Tools bei sechs Stems bleiben und Logic das Drumkit aufbricht, wie lange dauert es dann, bis der Rest nachzieht?


