Allen & Heath Qu-3 und Qu-3D bringen die Qu-Plattform auf den Schreibtisch
Allen & Heath stellt Qu-3 und Qu-3D vor: kompakte Digitalmixer mit der vollen Qu-Plattform auf neun Fadern, die Qu-3D mit Dante.

Allen & Heath hat die Qu-3 und die Qu-3D angekündigt, die kleinsten Digitalmixer der Qu-Serie. Die Qu-3D ist die Variante mit Dante. Die Pressemitteilung stammt vom 4. November 2026.
Am meisten überrascht, was in so einem kleinen Gehäuse steckt. Beide Mixer laufen auf demselben XCVI-Core wie die größeren Qu-Modelle, und zwar bei 96 kHz. Das bedeutet 36 Inputs (32 mono oder linkable, zwei Stereo), 12 Mixes, vier Matrizen und sechs FX-Engines mit eigenen Stereo-Returns. Es ist dieselbe Ausstattung wie bei der Qu-7, nur eben auf dem Schreibtisch.
Neun Fader, sechs Layer
Das stellt Anforderungen an die Bedienung. Die Qu-3 hat neun motorisierte 100-mm-Fader (8+1), verteilt auf sechs Layer. Dazu kommen acht SoftKeys und ein kapazitiver 7-Zoll-Touchscreen mit 1000 Nits, der auch in hellen Räumen gut ablesbar ist. Jeder Kanal hat ein eigenes Display und ein Farbmeter. Wer lieber nicht direkt am Mixer steht, steuert ihn per Fernbedienung über kostenlose Apps für Windows, macOS, iOS und Android.
Allen & Heath sagt, kleine Mixer würden oft große Kompromisse verlangen. Hier sieht man den Kompromiss gut: Es gibt nur sechzehn Combo-Eingänge und acht XLR-Ausgänge, und du hast nie mehr als acht Kanäle gleichzeitig unter den Fingern. Für einen Konferenzraum, einen Sendeplatz oder ein Duo reicht das locker. Eine Band mit zwanzig Zeilen auf der Kanalliste blättert dagegen ziemlich viel. Die übrigen Kanäle holst du dir über den 128×128-SLink-Port für die Everything-I/O-Stageboxen, über das USB-C-Interface mit 32×32 oder, bei der Qu-3D, über Dante.

Das Dante-Interface bietet 16×16 bei 48 oder 96 kHz und hat einen eigenen EtherCon-Port, der verriegelt. Mit einem optionalen Add-on werden daraus 32×32. Praktisch sind auch der Gain Assistant und der Feedback Assistant sowie ein Automatic Microphone Mixer für 32 Kanäle, gedacht für Sprache. Aufnehmen kannst du per Multitrack auf SD-Karte (16×16 bei 96 kHz oder 32×32 bei 48 kHz), und Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe laufen über USB-A. Beide Modelle sind bereit für DEEP Processing und können Add-ons aus der dLive-Serie ausführen.
Einen Europreis gibt es noch nicht, und auch einen Verkaufsstart hat Allen & Heath nicht genannt. Auf der Resource-Seite steht aber schon die Firmware V1.2.1 für beide Mixer.

Für den Einbau in ein 19-Zoll-Rack gibt es ein optionales Kit.


