Phil Collins hat im Keller noch ein Studio voller Musik
Phil Collins (75) hat zu Hause ein Studio voller Ideen, sagt niemals nie und wird am 14. November solo in die Hall of Fame aufgenommen.

Im Keller von Phil Collins steht ein Studio, das laut ihm selbst voll funktionstüchtig ist. Dort liegen Ideen, fertige Songs und Songs, die erst halb fertig sind. Ob er je wieder etwas damit macht, lässt der 75-jährige Drummer und Sänger offen. „Wer weiß?“, sagt er in einem Interview mit der Rock & Roll Hall of Fame.
Das Gespräch dreht sich um den 14. November, den Tag, an dem Collins als Solokünstler in die Hall of Fame aufgenommen wird. Mit Genesis ist er dort schon seit 2010 dabei, also seit sechzehn Jahren. Eine Würdigung unter eigenem Namen gehört für ihn zu den Dingen, von denen man denkt, dass man sie nie bekommt. Manchmal irrt man sich eben.
Die Bühne zieht weiter
Ganz loslassen kann er nicht. Wer sein ganzes Leben auf der Bühne gestanden und davon gekostet hat, hört nur schwer auf, sagt Collins. Er sagt niemals nie und denkt hin und wieder darüber nach, wieder auf Tour zu gehen. Dann kommt die Praxis ins Spiel. Für eine Handvoll Shows macht man das nicht, das ist finanziell nicht machbar. Seine Gesundheit ist laut ihm im Moment nicht das Problem. Er ist wieder an einem Punkt, an dem er glaubt, dass es gehen könnte.
Dem steht ein Tag ohne Verpflichtungen gegenüber. Collins beschreibt, wie er aufsteht, die Sonne genießt und sich fragt, was er heute machen wird. Ohne Schweiß, ohne dass irgendetwas muss.
Die Hall of Fame sieht er als schöne Art, einen Schlusspunkt zu setzen. In seinen eigenen Worten: ein Punkt am Ende eines schönen Satzes.
Die Kinder an der Seitenlinie
Besonders macht es für ihn, wer dabei ist. Die vergangenen zwei, drei Jahre waren einschneidend, für seine Kinder und für ihn selbst. Er findet es etwas Besonderes, dass sie ihren Vater dabei erleben, wie er die Auszeichnung abholt. Sie sind stolz auf ihn, sagt er, und er ist stolz auf sie.
Collins fing hinter dem Schlagzeug an und wurde zu einem der erfolgreichsten Künstler aller Zeiten, mit mehr als 150 Millionen verkauften Platten als Solokünstler und bei Genesis. 1985 war er der Einzige, der am selben Tag bei Live Aid sowohl in London als auch in Philadelphia auftrat. Ob das Studio in seinem Keller nach dem 14. November mehr abwirft als Ideen, lässt sich noch nicht sagen.


