Moog baut einen Verstärker für Synths und Drumcomputer
Moog bringt mit dem Model 112 einen kompakten FRFR-Verstärker für Synths und Drumcomputer, mit eingebautem Mixer, Bluetooth und Ausgängen für die PA.

Das Praktischste steckt auf der Rückseite. Die Model 112 hat symmetrische Stereo-Ausgänge auf XLR und TRS, sodass du deinen kompletten Mix an die PA schickst, während der Verstärker selbst als Monitor auf der Bühne steht. Du hörst dich also weiterhin, auch wenn der Mixer im Saal etwas anderes daraus macht. Für leise Proben gibt es einen Kopfhörerausgang, und mit Bluetooth 6.0 spielst du zu einem Referenztrack mit.
Das Spannende ist, wer dahintersteckt. Moog, bekannt für Synths, bringt seit dem 27. Oktober 2026 einen FRFR-Verstärker heraus, also full-range und flat-response. So eine Box färbt den Sound nicht so ein, wie es ein Gitarrenamp tut. Was dein Synth oder dein Drumcomputer spielt, hörst du genau so wieder, samt den Tiefen, die dazugehören.
Ein Amp vom Synth-Hersteller
Im Gehäuse sitzen ein 12-Zoll-Woofer und ein 1-Zoll-Kompressionstreiber, angetrieben von 440 Watt RMS bi-amplified. Moog gibt 49 Hz bis 20 kHz bei -3 dB an, und 40 Hz bei -10 dB. Das reicht für eine Basslinie aus einem Monosynth, auch wenn ein Sub-Oktav hier nicht die Paradedisziplin ist.
Auffällig ist der eingebaute analoge Mixer mit vier Stereokanälen. Zwei Synths, ein Drumcomputer und ein Gesangsmikrofon passen in eine Box, denn Kanal 1 hat einen Mikrofonvorverstärker. Ein 3-Band-Baxandall-EQ regelt den gesamten Mix. Wer mehr Raum will, koppelt per Stereo Link zwei kompatible Moog-Verstärker zu einem Stereopaar.

Moog nennt den Signalweg all-analog, praktisch ohne Latenz. Zwischen Instrument und Speaker sitzt kein DSP, und das merkst du als Keyboarder. Die Endstufe ist allerdings Class D, der Begriff ist also etwas großzügig gewählt. Das Gewicht von 21,7 Kilo macht auch die Bezeichnung tragbar relativ. Oben gibt es einen Tragegriff, aber mit einer Hand trägst du ihn nicht die Treppe hoch.
Wer mehr Lautstärke und mehr Tiefbass sucht, schaut sich die Model 210 aus derselben Serie an, mit 550 Watt und zwei 10-Zoll-Woofern. Alternativ gibt es andere 12-Zoll-FRFR-Boxen wie die HeadRush FRFR-112 MKII, die sich aber vor allem an Modeler richten und keinen Mixer mit Mikrofonkanal haben.

Die Model 112 gibt es bei Moog-Händlern, sie kostet 799,99 Euro. Die Model 210 steht bei 999,99 Euro.


