Schlagzeug

Behringer RD-765 klingt wie eine TR-707, die endlich samplen darf

Behringer kündigt die RD-765 an, einen Hybrid-Drumcomputer mit Sampler, analogem Filter und 64 Steps. Bonedo nennt einen Preis von 398 Euro.

Behringer RD-765 Drumcomputer von vorne mit Reglern, Schiebereglern und Stufentasten auf schwarzem Hintergrund
Behringer RD-765, Vorderseite vor schwarzem Hintergrund. Foto: Behringer

Die TR-707 steckte in einem guten Teil der Housemusik der Achtziger, aber eigene Sounds laden konntest du damit nie. Behringer baut diesen Wunsch jetzt ein. Die RD-765 ist ein Hybrid-Drumcomputer, der optisch klar zur 707 schielt und dazu einen Sampler, ein analoges Filter und einen deutlich umfangreicheren Sequencer bekommt.

Behringer nennt selbst keine Roland-Modelle. Das muss auch nicht sein, ein Blick aufs Gehäuse reicht. Bonedo und Gearnews hören neben der 707 auch Sounds der TR-727, TR-505 und TR-626 heraus.

Was drinsteckt

Laut Behringer hat die RD-765 176 Drumsounds. Bonedo, Gearnews und Digital Mixing kommen auf 126, also zähl lieber noch nicht nach, bevor das Gerät wirklich im Laden steht. Eigene Samples nimmst du über einen Eingang auf der Rückseite auf und legst sie auf einen Instrumentenkanal. Danach stimmst du sie um 24 Halbtöne nach oben oder unten. Bonedo nennt eine Auflösung von 8 oder 12 Bit, was genau zum körnigen Klang dieser alten Digitalmaschinen passt.

Das analoge Filter arbeitet als Low-pass oder High-pass und lässt sich pro Stimme zuweisen. Du kannst also die Kick zudrehen und gleichzeitig die Snare dünner machen. Dazu kommen ein Wave Designer für die Attack und ein Bitcrusher.

Der Sequencer geht bis 64 Steps, in Echtzeit oder Schritt für Schritt, mit Swing von 25 bis 75. Pro Stimme stellst du eine Wahrscheinlichkeit ein, mit der eine Note erklingt, und Filterbewegungen nimmst du im Pattern auf. Gearnews erwähnt außerdem Microtiming und Note Repeat. Das kommt dem nahe, was du von einem Elektron kennst. Anschlüsse gibt es reichlich, nämlich MIDI In, Out und Thru, USB, einzelne Ausgänge pro Stimme, Trigger-Outs und Sync.

Behringer RD-765 auf einem Schreibtisch im Studio mit Studiomonitoren und blauer Beleuchtung
Behringer RD-765 auf Schreibtisch im Studio. Foto: Behringer

Wo er hinpasst

Im eigenen Katalog steht die RD-765 neben der LM DRUM mit 109 Sounds und der BMX mit 121. Behringer hat also schon ein paar hybride Sampling-Drumcomputer, und dies ist die Variante für alle, die das Roland-Feeling der Achtziger vermissen. Das Original von Roland selbst, die TR-1000, spielt in einer ganz anderen Preisklasse.

Behringer hat bisher weder Preis noch Veröffentlichungsdatum genannt. Laut Bonedo kannst du ihn seit Anfang November für 398 Euro vorbestellen, und Gearnews spricht von einer Auslieferung in den kommenden Monaten. Hast du schon eine LM DRUM oder BMX, liegt der Unterschied vor allem in den Sounds und der Optik.